• Experten-Einblicke

Ausgleich zwischen Effizienz und ESG-Zwängen: Ein strategischer Ansatz für exzellente Produktion

In der Fertigungsindustrie vollzieht sich ein grundlegender Wandel bei der Definition und Erreichung operativer Spitzenleistungen.

Automotive Production Line. TRIGO Japan Provides Quality inspection solutions for the transpotation sector.

Von Attila Vass

Die Entwicklung von Manufacturing Excellence

Der Fertigungssektor erlebt einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie operative Exzellenz definiert und erreicht wird. Während Effizienz nach wie vor von entscheidender Bedeutung ist, sind Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) zum Schlüssel für den Erfolg in der Fertigung geworden. Jüngste Daten zeigen, dass es sich bei diesem Wandel nicht nur um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften handelt, sondern um eine Umgestaltung der Grundlagen der Wettbewerbsfähigkeit der Fertigungsindustrie. Da 75 % der Führungskräfte ESG-Kriterien inzwischen als entscheidend für ihre Strategie ansehen, müssen die Hersteller ihren Ansatz für operative Exzellenz neu überdenken.

Dieser Wandel zeigt sich besonders deutlich bei den Produktionsmetriken. Moderne Produktionsstätten stehen vor einem komplexen Netz miteinander verbundener Herausforderungen: steigende Arbeitskosten (3,8 % Anstieg der Gesamtvergütung im Vergleich zum Vorjahr), Talentmanagement (60 % geben dies als ihre größte Herausforderung an) und Überlegungen zur Umweltverträglichkeit. Der Übergang zu neueren Technologien veranschaulicht diese Komplexität – die Produktion von Elektrofahrzeugen beispielsweise verursacht derzeit 10 Mio. t CO2e mehr Emissionen während der Herstellung als herkömmliche Methoden, was Annahmen über einfache Umweltverbesserungen in Frage stellt.

Die finanziellen Auswirkungen sind ebenso bedeutend. Angesichts der Tatsache, dass die nach ESG-Richtlinien verwalteten Vermögenswerte bis 2026 voraussichtlich 33,9 Billionen US-Dollar erreichen werden, was mehr als 20 % der verwalteten Vermögenswerte entspricht, müssen die Hersteller ihre Abläufe anpassen, um diese neuen Standards zu erfüllen. Dabei geht es nicht nur darum, Investoren zufrieden zu stellen – 76 % der Verbraucher geben an, dass sie nicht mehr bei Unternehmen kaufen würden, die das Wohlergehen der Umwelt, der Mitarbeiter oder der Gemeinschaft vernachlässigen, was die ESG-Leistung zu einer direkten Triebkraft für den Markterfolg macht.

Strategische Integration: Der Weg nach vorn

Die Lösung liegt darin, ESG-Anforderungen nicht als Zwang zu behandeln, sondern sie in die betrieblichen Kernstrategien zu integrieren. Führende Hersteller demonstrieren diesen Ansatz bereits: 98 % von ihnen haben Projekte zur digitalen Transformation eingeleitet und stellen 30 % ihrer Betriebsbudgets für Technologieinvestitionen bereit. Diese Investitionen führen zu greifbaren Ergebnissen: Unternehmen, die umfassende Qualitäts- und Nachhaltigkeitslösungen implementieren, berichten von einer vollständigen Kapitalrendite innerhalb von drei Jahren und einer Verbesserung der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Stakeholder-Kommunikation um 86 %.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Erkenntnis, dass Effizienz und Nachhaltigkeit komplementäre und nicht konkurrierende Ziele sind. Fortschrittliche digitale Lösungen und KI-gestützte Qualitätskontrollsysteme ermöglichen es Herstellern, Abfälle zu reduzieren, den Ressourcenverbrauch zu optimieren und die First-Time-Right-Raten zu verbessern – und das alles bei gleichzeitiger Erfüllung der immer strengeren ESG-Anforderungen. Diese Integration hat zu messbaren Verbesserungen geführt, wie z. B. die Verkürzung der Lieferzeiten für Rohstoffe auf 81 Tage (eine Verbesserung um 2 % im Vergleich zum Vorjahr) und eine erhebliche Reduzierung der Ressourcenverschwendung.

Qualitätslösungen in Aktion: Der TRIGO-Ansatz

In dieser sich entwickelnden Landschaft entwickeln Qualitätsmanagement-Anbieter wie TRIGO Lösungen, die sowohl betriebliche Spitzenleistungen als auch ESG-Anforderungen berücksichtigen. Durch ein Netzwerk von über 10.000 Qualitätsfachleuten in 28 Ländern zeigt der Ansatz von TRIGO, wie Hersteller weniger als 5 Teile pro Million Fehler erreichen und gleichzeitig Nachhaltigkeitsziele unterstützen können. Diese Integration von Qualitätskontrolle mit ESG-Überlegungen stellt die Zukunft der Fertigungsexzellenz dar – wo Präzision, Effizienz und Nachhaltigkeit in Harmonie arbeiten.

Der Fertigungssektor steht an einem entscheidenden Punkt, an dem der Erfolg von der Fähigkeit abhängt, Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit in eine einheitliche Betriebsstrategie zu integrieren. Angesichts der Tatsache, dass 53 % des Einkommens der führenden US-Konzerne aus Tätigkeiten stammen, die zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung beitragen, ist klar, dass es bei dieser Integration nicht nur um die Einhaltung von Vorschriften geht, sondern um die Sicherung von Wettbewerbsvorteilen in einer sich wandelnden Marktlandschaft.

Der Weg in die Zukunft erfordert einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie Hersteller die Beziehung zwischen Effizienz und ESG-Anforderungen sehen. Indem sie Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil der operativen Exzellenz und nicht als separate Überlegung behandeln, können sich die Hersteller in einer zunehmend ESG-orientierten Welt erfolgreich positionieren. Dieser Ansatz erfüllt nicht nur die gesetzlichen Anforderungen und die Erwartungen der Stakeholder, sondern fördert auch Innovationen und betriebliche Verbesserungen, die sich positiv auf das Endergebnis auswirken.

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